Das Glück vom Mutterdasein
Letzter Beitrag fand zu dem Zeitpunkt meiner Schwangerschaft statt. Heute fast zwei Jahre später bin ich stolze Mutter einer fast einjährigen Tochter. Stolze Mutter mit ernstzunehmenden Burn-Out Syndromen. Wer hätte das gedacht? Das mit dem Burn-Out. Oder besser Panikattacken. Ich nicht. Seit drei Wochen geht mir der Arsch auf Grundeis. Ständig und überall. Das schlimme daran: Grundlos. Morgen werden ich körperlich durchgecheckt. Vielleicht sind es ja doch keine Panikattacken sondern etwas physisches. Physisch würde mir besser gefallen als psychisch. An die Psyche kommt man irgendwie nicht so toll dran. Es sei denn man ist Herr Freud höchstpersönlich und kokst den ganzen Tag. Das ist aber alles gar nicht schlimm. Schlimm wird erst die Kombination aus ständiger Panik und Kind. Früher konnte ich mich immer für einige Tage krank melden und abtauchen. Aber jetzt stellt mir niemand mehr den gelben Schein aus. Meine Tochter wäre dann wahrscheinlich auch relativ ratlos. Das macht noch mehr Druck. Druck funktionieren zu müssen. Ich versuche gerade alles um wieder in die Spur zu kommen. Schamanin, Therapeutin, Freundin (die sich das Elend bald wahrscheinlich auch nicht mehr anhören können). Mein Mann - ja Herr A. und ich haben mittlerweile geheiratet - bemüht sich. Obwohl er selber den Kopf voll hat. Denn die missliche finanzielle Situation verstärkt die Gesantsituation enorm. Viele Jobs, aber keine Arbeit. So läuft es in der - ach so tollen - Medienwelt. Alle schmieren ab. Erfahrene Redakteure werden durch Praktikanten ersetzt, die ein monatliches Gehalt von 1500 Euro ersetzt. Brutto natürlich.
Hätte mir jemand vorher gesagt, wie anstrengend es ist ein Kind 24 Stunden zu versorgen, hätte ich wahrscheinlich noch einige Jahre gewartet. Bis die biologische Uhr sich ausgetickt hätte und dann wärs zu spät gewesen. Aber hätte mir jemand gesagt, was für eine tolle Tochter ich hätte, dann wäre ich wahrscheinlich an genau dem selben Punkt an dem ich jetzt stehe. Und das ist auch gut so. Trotz Panikattacken.
Hätte mir jemand vorher gesagt, wie anstrengend es ist ein Kind 24 Stunden zu versorgen, hätte ich wahrscheinlich noch einige Jahre gewartet. Bis die biologische Uhr sich ausgetickt hätte und dann wärs zu spät gewesen. Aber hätte mir jemand gesagt, was für eine tolle Tochter ich hätte, dann wäre ich wahrscheinlich an genau dem selben Punkt an dem ich jetzt stehe. Und das ist auch gut so. Trotz Panikattacken.
Mapiyal - 16. Sep, 14:38
